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Begrüßung der neuen Auszubildenden im RAZ Ulm

ULM – Für 17 Jugendliche mit besonderem Förderbedarf hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen: Im Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) Ulm begannen sie ihre Berufsausbildung in Kooperation mit Betrieben der Wirtschaft. Begrüßt wurden sie von Herbert Lüdtke, dem Geschäftsführer des Berufsbildungwerks Adolf Aich (BBW) in Ravensburg und von Ulrich Neuner von der Ulmer Agentur für Arbeit.


Dank Ausbildung das Leben selbst in die Hand nehmen

Jazzig beschwingt hieß das Trio "Nic Diamond & the Mellow Tunes" im Saal der Wengenkirche die zweite Gruppe der Auszubildenden am Ulmer RAZ willkommen. Während der ganzen Ausbildungszeit werden die 17 Jugendlichen in Kooperation mit Betrieben der Wirtschaft ihren Beruf erlernen. "Diese neue Herausforderung anzupacken ist eine gute Voraussetzung dafür, später auch das eigene Leben in die Hand zu nehmen", sagte Abteilungsleiterin Birgit Simon. In den zwei bis drei Jahren Ausbildungszeit werden die Mitarbeiter des RAZ dabei unterstützen, dieses Ziel nach Möglichkeit zu erreichen, versprach sie.

Zwei Drittel finden nach der Ausbildung einen Job

Herbert Lüdtke, Geschäftsführer des BBW in Ravensburg, begrüßte die frisch gebackenen Azubis und ihre Angehörigen: "Unser Ziel ist es, junge Menschen zur Teilhabe an der Gesellschaft und am Arbeitsleben zu befähigen." Die große Mehrheit, rund 85 Prozent, schaffen den anvisierten Berufsabschluss und zwei Drittel finden hinterher einen Job. "Das ist super", so Lüdtke. Mit der Ausbildung im RAZ hätten die Jugendlichen keine schlechte Karte gezogen. Sie könne vielmehr ein Joker für das weitere Leben sein. "Klar ist, dass man ohne Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt deutlich schlechtere Karten hat", weiß der Geschäftsführer.

Jeder Mensch hat Stärken

Laut Gesetz habe jeder junge Mensch ein Recht auf Ausbildung. Dem gegenüber stehen gewisse Pflichten und das Einhalten von Regeln. "Wir glauben daran, dass jeder Mensch Stärken hat und darauf wollen wir aufbauen", sagte Lüdtke und forderte dazu auf, die neue Umgebung als Chance für eine neue Entwicklung zu sehen. Unterstützung erhalten die Auszubildenden auf ihrem Weg ins Berufsleben durch die Bildungsbegleiter des RAZ. "Sie sind hier, um Sie wie ein Fußballtrainer fit für das Berufsleben zu machen, Sie zu fördern und auch zu fordern", so Lüdtke.

Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit gehören dazu

Glückwünsche zum Schritt ins Arbeitsleben und für den ersten Ausbildungstag brachte auch Ulrich Neuner von der Ulmer Agentur für Arbeit: "Die Arbeitsberater haben versucht, für jeden das richtige Ausbildungsziel zu finden. Nun hoffen wir, dass Sie von diesem Ziel überzeugt sind." Jetzt gelte es, sich mit dem Ausbildungsbetrieb zu arrangieren und sich entsprechend einzubringen. Dabei gehören Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit ebenso dazu, wie sich auch einmal etwas sagen zu lassen.

Birgit Simon gab den Azubis einen Segensspruch mit auf den Weg, den sie für alle Religionen verstanden wissen wollte, und unterstrich das christliche Menschenbild als Grundlage der Arbeit des RAZ. Bei Kaffee und belegten Brötchen feierten die Azubis mit Eltern, Freunden und RAZ-Bildungsbegleitern den Start ins Berufsleben.

Von: Claudia Wörner, erstellt am 08.09.2009


17 neue Azubis im RAZ Ulm

Ausbildungsbeginn im Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) in Ulm: 17 Jugendliche begannen eine Berufsausbildung in Kooperation mit Betrieben der Wirtschaft.

Foto: Wörner