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23 neue Azubis im Regionalen Ausbildungszentrum Ulm

ULM – 23 Jugendliche mit besonderem Förderbedarf nahmen am Montag in Ulm im Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) des Berufsbildungswerks Adolf Aich ihre Ausbildung auf. Zum Start gaben Geschäftsführer Herbert Lüdtke und Ulrich Neuner von der Agentur für Arbeit motivierende Worte mit auf den Weg.


Chance, auf eigenen Beinen zu stehen

Der Beginn einer Berufsausbildung sei eine Herausforderung, biete aber gleichzeitig die Möglichkeit, am Ende ein begehrtes Zertifikat in Händen zu halten, sagte Abteilungsleiterin Birgit Simon bei der Begrüßung der neuen Auszubildenden im Saal der Wengenkirche. "Sehen Sie die Ausbildung als Chance, auf eigenen Beinen zu stehen und Ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen", forderte sie die 23 Jugendlichen auf, die Theorie und Praxis ihres Ausbildungsberufs in den Werkstätten des RAZ Ulm und teilweise in Kooperation mit Betrieben der Wirtschaft absolvieren werden.

Mehr als zwei Drittel finden einen Job

Herbert Lüdtke, Geschäftsführer des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) in Ravensburg, gratulierte den frisch gebackenen Azubis zum Schritt von der Abhängigkeit von Eltern oder Institutionen hin zur Selbstständigkeit. In den zwei bis drei Jahren Ausbildungszeit werde die Motivation der Jugendlichen schonungslos ans Lichte kommen, machte Lüdtke deutlich und wies darauf hin, dass im Schnitt zehn bis 20 Prozent der Jugendlichen die Ausbildung abbrechen. "Von den mehr als 80 Prozent, die durchhalten, haben jedoch nach der Zeit beim BBW zwei Drittel einen Job."

Jeder Mensch hat seine Stärken

Die Zeit beim BBW sei also wie ein Joker zu sehen, der die Möglichkeit gebe, etwas aus sich zu machen. Dazu habe jeder junge Mensch laut Gesetz ein Recht. Dem gegenüber stünden gewisse Pflichten und das Einhalten von Regeln. "Wir glauben daran, dass jeder Mensch Stärken hat, und darauf wollen wir aufbauen", sagte Lüdtke und forderte dazu auf, die neue Umgebung als Chance für eine neue Entwicklung zu sehen. Eine Ausbildung fordere natürlich Zeit und ein gewisses Durchhaltevermögen. Unterstützung erhalten die Auszubildenden auf diesem Weg von den Mitarbeitern des RAZ. "Sie sind hier, um Sie wie ein Fußballtrainer fit für das Berufsleben zu machen, Sie zu fördern und auch zu fordern", so Lüdtke.

RAZ ermöglicht sachten Einstieg

Es gebe leichtere Entscheidungen als die Berufswahl, erklärte Ulrich Neuner von der Ulmer Agentur für Arbeit. "Ich hoffe, dass wir für jeden von Ihnen das richtige Konzept entwickelt haben." Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Kritikfähigkeit seien Tugenden, die im Berufsleben von jedem verlangt werden und die es auszubauen gelte. Neuner machte deutlich, dass das RAZ einen sachten Einstieg ins Berufsleben möglich mache. "Wir wissen, dass die Einrichtung gut arbeitet."

Christliches Menschenbild ist die Grundlage

Birgit Simon las einen Segensspruch zum Start in die neue Lebensphase und unterstrich damit das christliche Menschenbild als Grundlage der Arbeit im RAZ. Bei Kaffee und belegten Brötchen feierten die Azubis mit ihren Eltern, Geschwistern und ihren künftigen RAZ-Ausbildern den Start ins Berufsleben. Musikalische Akzente setzte das Trio "nic diamond & the mellow tunes".

Von: Claudia Wörner, erstellt am 02.09.2009


Die neuen Azubis des RAZ Ulm

Eine Berufsausbildung im Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) in Ulm bietet Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf eine Chance.

Foto: Wörner