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23 junge Leute schließen ihre Ausbildung im Regionalen Ausbildungszentrum Ulm (RAZ) erfolgreich ab

Großer Tag für 23 junge Absolventen des Regionalen Ausbildungszentrums (RAZ) in Ulm: Bei ihrer Entlassfeier im Wengensaal durften sie am Mittwochnachmittag schulische Zeugnisse und Gesellenbriefe in Empfang nehmen. Damit haben sie ihre dreijährigen Ausbildungsgänge erfolgreich abgeschlossen. Vertreter der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer und der Stadt Ulm sparten in ihren Grußworten nicht mit Lob für die vorbildliche Arbeit, die im RAZ geleistet werde.


100 Prozent Bestehensquote

Verkaufshelferinnen im Bäckerhandwerk, Bäckerfachwerkerinnen und -fachwerker, Beiköche, Fachkräfte im Gastgewerbe und Autofachwerker – mit diesen beruflichen Qualifikationen verlassen die 23 Entlassschülerinnen und -schüler nun das RAZ Ulm, eine Einrichtung des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) der Stiftung Liebenau. Hier bekommen Jugendliche mit Lernbehinderung, psychischer und/oder sozialer Beeinträchtigung eine ihren Fähigkeiten entsprechende Ausbildung. Und dies mit Erfolg: "100 Prozent Bestehensquote bei den schulischen Prüfungen – besser geht’s nicht", stellte BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke bei der Feier anerkennend fest und ergänzte: "Ein tolles Ergebnis für uns alle." Die abgeschlossene Ausbildung nannte Lüdtke einen "Fixpunkt, aus dem man Kraft bekommt, das Leben weiter zu gestalten."

"Sehr wichtige Institution"

Auch Karin Schäfer von der Handwerkskammer Ulm lobte die "ausgezeichnete Leistung" der Absolventen, aber auch das Regionale Ausbildungszentrum selbst. Als Bildungsträger sei es "eine Institution, die sehr, sehr wichtig ist." Die Gesellschaft brauche Einrichtungen wie diese, in denen man sich um jeden Einzelnen in beispielhafter Weise bemühe. Den Jugendlichen legte sie ans Herz, sich kontinuierlich weiterzubilden, um mit den Entwicklungen der Zukunft Schritt zu halten, denn "viele Erfahrungen warten nur darauf, von ihnen gemacht zu werden."

"Großartige Arbeit"

Glückwünsche zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung gab es auch vom Vertreter der Agentur für Arbeit, Lothar Scherhaufer. Seinen Dank an die Mitarbeiter des RAZ und die Kooperationsbetriebe verband Scherhaufer mit dem Kompliment: "Sie haben großartige Arbeit geleistet."

Ausbildung ist wichtig in Krisenzeiten

Im Namen des Oberbürgermeisters und des Gemeinderats gratulierte Gerhard Semler von der Ulmer Stadtverwaltung. "Sie haben Großes geleistet", meinte er, an die Jugendlichen und das RAZ gewandt. Gerade in Krisenzeiten sei eine gute, solide Ausbildung wichtig. Die Stadt Ulm wolle dem durch ihre Bildungsoffensive II mit einem Budget von 20 Millionen Euro Rechnung tragen. "Jeder soll einen seinen Fähigkeiten entsprechenden Ausbildungsplatz bekommen", beschrieb Semler die Zielrichtung dieser Bildungsoffensive.

Persönlichkeitsentwicklung wird belohnt

Höhepunkt der Feierstunde, die von "nic diamond and the mellow tunes" musikalisch umrahmt und mit einem gemeinsamen Imbiss abgerundet wurde, war für die 23 RAZ-Absolventen natürlich die Übergabe der Zeugnisse und Gesellenbriefe durch die Ausbilder und Ausbilderinnen und die Bildungsbegleiterinnen des RAZ (siehe Namensliste). Sonderpreise erhielten Natascha Schneider für ihre erfolgreiche Persönlichkeitsentwicklung und Sebastian Stuttfeld für die beste Abschlussprüfung.
 

Die Absolventen des RAZ Ulm 2009

  • Verkaufshelferinnen im Bäckerhandwerk: Esra Bahtiyar, Natalie Bobb, Melanie Fuentes, Nicole Wohlgemuth.
  • Bäckerfachwerker/-innen: Verena Knuth, Benjamin Hourani, Natascha Schneider, Sebastian Stuttfeld.
  • Beiköche: Andreas Wagner, Sebastian Reichle.
  • Fachkräfte im Gastgewerbe: Katja Nissle, Sabrina Vitale, Caner Cöroglu.
  • Autofachwerker: Hanifi Akubulut, Alexander Basner, Manuel Beer, Marcel Gohl, Benjamin Eggensberger.

Externe Schüler/-innen

  • Beiköche: Martin Schulz, Michael Schrodi.
  • Fachkraft im Gastgewerbe: Melissa Moschik.
  • Bäckerfachwerker/-innen: Sabine Blüm, Gaietano Montelepre.

 

Von: Sabine Centner, erstellt am 31.07.2009


Die Absolventinnen und Absolventen 2009 des RAZ

Die Absolventinnen und Absolventen 2009 des Regionalen Ausbildungszentrums (RAZ) Ulm.

Foto: Sabine Centner